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Asphalt am Gartenzaun



Der Unterschied zwischen dem Viertel und Arbergen? Die Alternativ-Intellektuellen Latte-Macchiato-Trinker scheinen vom Kopfsteinpflaster vor ihrer Haustür etwas durchgerüttelt zu sein. Nun plakatieren sie, dass sie bei der Bundestagswahl (sic!) SPD & Grüne boykottieren werden, wenn die Landespolitik ihre Straße asphaltiert.

Liebe Politiker, wir hier in Arbergen sind da etwas pflegeleichter. Wir stellen sogar Eure Plakate an unsere Gartenzäune (Vorgärten sind in Arbergen eigentlich heilig!). Und das mit dem Asphaltieren, also, das würde uns durchaus gefallen. Denn es ist ganz schön anstrengend, jeden Tag Unkraut zu jäten auf dem Sand-Gehweg vor unserer Haustür. Notfalls machen wir es so: Ihr asphaltiert das Viertel und wir freuen uns noch über das Kopfsteinpflaster-Recycling!

Und wenn ihr dann schon dabei seid, macht doch einfach mit der Hauptstraße in Richtung Stadt weiter. Derzeit sind dort so viele Schlaglöcher, dass Ihr einfach eine "Zone 30" draus gemacht habt.

Also wir hier in Arbergen würden Euch wählen, wenn Ihr bei uns asphaltiert! Die im Viertel spinnen eh, kommt zu uns, wir werden Euch für Eure Planierraupen, Bagger und Asphaltmischmaschinen lieben!

Außerdem verstehen wir hier am Stadtrand Politik noch als Austausch von Ideen und nicht als moderne Form von Erpressung. Haben Sarah Ryglewski und Kirsten Kappert-Gonther durch #demokratieanmeinemgartenzaun etwa schon begriffen, dass das Viertel als ihre Hochburg nicht mehr taugt und Arbergen der neue Hot-Asphalt-Shit ist?

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Ihr habt es nicht anders gewollt! Die Schilder an meinem Gartenzaun waren also nur ein Vorspiel. Alle Bremer Spitzenkandidatinnen für die Bundestagswahl haben sich bei #demokratieanmeinemgartenzaun verewigt und damit auch uns hier in Arbergen gezeigt, dass sie es ernst meinen. Danke für das Engagement! Ich beobachte jeden Tag aus meinem Büro, wie die Menschen stehenbleiben, schauen, diskutieren – Demokratie als erlebbare Debatte vor Ort.

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Die CDU-Parteizentrale am Wal…

Der Große Plakat-Qualitäts-Check

Irgendwie sind sie mir ans Herz gewachsen, die Plakate der Kandidatinnen zur Bundestagswahl – ich hege und pflege sie wie ein Haustier. Jeden Morgen bin ich auf Gartenzaun-Kontrollgang. Meist ist alles gut. Aber nach fast zwei Wochen #demokratieanmeinemgartenzaun gibt es erste Verfalls-Anzeichen. Besonders hart hat es das Plakat der GRÜNEN getroffen, das ja schon vom Laternenpfeiler an den Zaun umziehen musste. Ich habe heute eine Generalüberholung aller Plakate vorgenommen und sie auf Leib und Seele nach ihrer Wahlkampftauglichkeit überprüft – natürlich nicht die Inhalte, sondern nur ihre Material-Qualität. Hier das unbestechliche Test-Ergebnis: